Ohne Punkt und Komma: Wie finde ich meinen eigenen Stil?

Wie finde ich meinen eigenen Stil

Der Winter verabschiedet sich so langsam und zum Abschluss jeder Jahreszeit schaue ich mir meine liebsten Looks der vergangenen Monate an. Ich finde es immer schön, die eigenen Outfits nochmal zu sehen und daran erinnert zu werden, mit welchem Kleidungsstück ich eine besondere Geschichte verbinde. Außerdem erkenne ich, wie sich mein eigener Stil verändert oder auch weiterentwickelt hat. Aber wie findet man eigentlichen den eigenen Stil? Wie unterstreiche ich meine Persönlichkeit mit meinen Looks? Mit diesen Fragen beschäftige ich mich schon etwas länger und eine klare Antwort oder eine genaue Anleitung gibt es dafür meiner Meinung nach nicht.

Den eigenen Stil zu finden ist ein Prozess, der mal weniger oder auch mal mehr Zeit beansprucht. Auch Fehlkäufe und Stylingpannen tragen dazu bei, seinen persönlichen Look zu finden und weiterzuentwickeln. Ich stehe zum Teil heute noch vor meinem Kleiderschrank und stelle bei dem ein oder anderen Teil fest, dass ich es heute nicht mehr kaufen würde. Aber auch das reduziert sich, je mehr man sich selbst und seinen persönlichen Stil kennt und auf sein Modebewusstsein vertraut. Ich finde es faszinierend, wenn sich Frauen modisch inszenieren können ohne dabei verkleidet zu wirken. Manchen Frauen wurde eben dieser Sinn für Mode in die Wiege gelegt, andere erlernen ihn mit der Zeit. Dennoch bin ich sicher, dass eine gewisse Modeaffinität eine Art Grundvoraussetzung ist, um seinen individuellen Modestil zu finden.

Als ich mit dem Teilzeit-Bloggen begonnen habe, ist mir besonders aufgefallen, dass ein gut sortierter Kleiderschrank mit Basics und gut kombinierbaren Teilen essentiell ist. Bei meinen Einkäufen versuche ich deshalb darauf zu achten, dass sich ein neues Kleidungsstück gut kombinieren lässt und stelle mir bereits beim Kauf vor, welches Outfit daraus entstehen könnte. Das war allerdings nicht immer so. Früher habe ich relativ wahllos zu den Teilen gegriffen, die mir auf Anhieb gefallen haben. Ich habe nicht darüber nachgedacht, ob ich das Teil wirklich brauche oder wie ich es mit meiner restlichen Garderobe kombinieren könnte, geschweige denn mir damit einen Komplettlook vorgestellt. Aber man lernt ja bekanntlich nicht aus und für mich ist mittlerweile ein klar strukturierter Kleiderschrank eine wichtige Voraussetzung, seinen individuellen Stil zu finden, ihm treu zu bleiben und weiterzuentwickeln.

Style ist nicht gleich Stil!

Nicht jeder, der den neusten Trend trägt, hat auch Stil. Für mich hat Stil etwas mit einer inneren Einstellung zu tun, sich selbst, seinen Geschmack und seine Vorzüge zu kennen und diese authentisch in Szene zu setzen. Ist es nicht viel zu stressig, wahllos jedem Trend hinterher zu hetzen ohne sich dabei zu fragen, ob dieser überhaupt zur eigenen Persönlichkeit passt? Wenn mich ein Modetrend langfristig nicht überzeugt, hat er auch keine Chance in meinem Kleiderschrank zu landen. Dennoch muss ich gestehen, dass ich hin und wieder ein kleiner modischer Spätzünder bin und mich erst an einen Trend gewöhnen muss, um mich schließlich selbst heranzutrauen und am Ende davon begeistert zu sein. Meistens ist dann schon der größte Hype vorbei, aber man kann schließlich nicht immer Erster sein…

Mode ist vergänglich. Stil niemals.

-Coco Chanel-

Definiere deinen Stil

Der erste Schritt seinen eigenen Stil zu finden, ist ihn zu definieren. Welche Kleidungsstücke, Materialien und Farben trage ich am liebsten? Solltet ihr in eurem Kleiderschrank keine klare Linie erkennen, ist es hilfreich, sich durch Plattformen wie Pinterest oder Instagram inspirieren zu lassen und sich eine Galerie mit den favorisierten Stylings anzulegen. Ich bevorzuge als persönliche Inspirationsquelle Pinterest und speichere mir jedes Outfit, das ich 1:1 so tragen würde, in einem eigenen Ordner. Sollte danach immer noch kein roter Faden zu erkennen sein, unterteilt die Looks nochmal nach Farben oder besonders markanten Stilmerkmalen. Ich achte daneben auch auf die Accessoires, denn eine Tasche, ein Paar Schuhe oder Schmuck sollten meinen Charakter ebenso wie das restliche Styling unterstreichen. Idealweise wisst ihr danach, welche Farben, Materialien und Schnitte ihr bevorzugt tragt und könnt darauf basierend den nächsten Schritt wagen.

Radikal Ausmisten!

Das ist für die meisten wohl der schwierigste Teil, aber nachdem ihr euren Stil zuvor definiert habt, sollte es euch jetzt nicht mehr so schwer fallen, euch von ein paar Teilen zu trennen. Ich befolge auch hier eine Art goldene Regel. Alles, was ich länger als ein Jahr nicht mehr angezogen habe, fliegt aus meinem Kleiderschrank. Davon ausgenommen sind zeitlose Klassiker, wie zum Beispiel das kleine Schwarze oder eine klassische weiße Bluse, die immer in unserer Garderobe vertreten sein werden und ich klar zu den Basics zähle. Solltet ihr euch bei einem Teil unsicher sein (vielleicht verbindet ihr auch eine schöne Erinnerung damit und wollt es nicht einfach aussortieren), denkt darüber nach, ob man es eventuell mit wenigen Handgriffen verändern und daraus ein neues Lieblingsteil entstehen kann. Das Ergebnis der Ausmistaktion sollte ein sortierter und strukturierter Kleiderschrank, bestehend aus gut kombinierbaren Basics, und ausgefallenen It-Pieces, sein. Trendteile versuche ich meistens günstig zu ergattern, da die modische Lebenserwartung bei diesen Kleidungsstücken nicht allzu hoch ist. Mit einer entsprechenden Garderobe wird nicht nur die tägliche Outfitwahl deutlich erleichtert, man shoppt gleichzeitig viel bewusster.

Ich hoffe ich konnte euch mit meinen Tipps ein bisschen weiterhelfen und freue mich wahnsinnig über euer Feedback und eigenen Erfahrungen! Ich möchte euch noch ein Zitat mit auf dem Weg geben, das ich persönlich sehr inspirierend fand und meiner Definition von Stil entspricht. Das Zitat betont den wesentlichen Unterschied zwischen Mode und Stil und macht damit deutlich, dass sich ein ausgeprägtes Stilbewusstsein lediglich an der aktuellen Mode orientiert ohne sich dabei vollkommen von ihr lenken zu lassen.

Der Stil ist der Mode überlegen. Er lässt sich von der Mode anregen und greift ihre Ideen auf, ohne sie ganz zu übernehmen. Niemand mit Stilbewusstsein würde seine Art, sich zu kleiden, nur um der Mode willen radikal ändern. Was Stil von Mode unterscheidet, ist die Qualität.

-Giorgio Armani-

Monaco Matz

8 Comments

  • Melia Beli says:

    Seinen eigenen, unverwechselbaren Stil zu finden, ist wirklich eine Sache, die bei den einen automatisch, bei anderen bewusst abläuft. Ich bin so ein Mittelding – seit ich meine Klamotten für mich selber kaufe, greife ich zu dezenten und “ruhigen” Farben und diese Eigenart erstreckt sich bis in’s Heute. Auch bin ich jemand, der unfassbar lange braucht, um sich mit Trends anzufreunden – sie müssen sich quasi erstmal beweisen und ich muss zu 100% sicher sein, dass es mir an mir selbst gefallen wird. Klar, zum Teil ist der Trend dann vorbei, aber danach richte ich mich gar nicht. Viel wichtiger ist mir, mich in meinen Klamotten wohlzufühlen und wenn die Sachen womöglich out sind, who cares?! 🙂

    Allerliebst
    Melina
    http://www.meliabeli.de

    • Monaco Matz Monaco Matz says:

      Hallo Liebes,

      ich freue mich immer wieder aufs Neue dein Feedback zu lesen. Deine Worte sind einfach ehrlich und regen zum nachdenken an. Dafür bin ich dir dankbar! In Sachen Trends sind wir uns anscheinend sehr ähnlich. Auch ich lege keinen Wert darauf, ob ein Trend noch zu 100% aktuell ist, solange er mir gefällt und ich mich in meiner Haut (und meinen Klamotten) wohlfühle. Hab einen zauberhaften Abend!

      Bussi, Bussi! Monaco Matz

  • Melanie says:

    Ein super toller Post mit vielen hilfreichen Tipps! Ich war immer sehr unzufrieden mit mir und meinen Looks. Erst als ich meinen Schrank ausgemistet habe und nur noch Lieblingsteile drin habe, konnte ich eher meinen Stil sehen. Ich mag es weniger trendy, dafür klassisch und feminin. Es dauert seine Zeit bis man weiß, worin man sich wohl fühlt, welche Farben und Schnitte einem stehen. In Zukunft möchte ich doch mehr Klamotten kaufen, die besser zu mir passen und Basics gehören auch dazu :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / http://www.goldzeitblog.de

    • Monaco Matz Monaco Matz says:

      Liebe Melanie,

      manchmal hilft so eine Schrank-Detox-Kur wirklich Wunder und man reduziert seinen Schrankinhalt auf Teile, die man gerne trägt und zur eigenen Persönlichkeit passen. Dabei sollte es keine Rolle spielen, wie trendy die Klamotten sind. Wenn man sich in seiner Kleidung wohlfühlt, kann diese Ausstrahlung kein Trend dieser Welt übertreffen! Auch ich möchte mich in Sachen Basics noch etwas besser ausstatten, da ich vor allem viele Kombinationsmöglichkeiten in meinem Schrank haben möchte.

      Bussi, Bussi! Monaco Matz

  • Charli says:

    Als Teenager darf ich modetechnisch noch ein bisschen experimentiern. 😉 Vielleicht ist das im Moment mein Stil, einfach Dinge zu kombinieren, die auf den ersten Blick gar nicht zusammen passen. Ich denke der eigene Stil darf sich auch immer weiter entwickeln, sonst wird es eventuell irgendwann langweilig. Wir verändern uns ja auch immer mal wieder. Hoffe ich jedenfalls. 😉
    Wünsche noch einen schönen Sonntag, bei uns ist es leider ganz grau. ;(
    LG Charli von https://frischgelesen.de

    • Monaco Matz Monaco Matz says:

      Liebe Charli,

      ich glaube auch, dass Mode davon lebt, dass man sich ausprobiert und experimentiert! Genau das ist das Spannende! Was gibt es schöneres als sich in seinen Klamotten wohlzufühlen und dabei nicht jeden Trend hinterherzujagen?! Diese entspannte Einstellung finde ich wundervoll!

      Bussi, Bussi! Monaco Matz

  • SwissTwins says:

    Ein wirklich super Post. Du siehst echt klasse aus!!
    Ich liebe dein Look!!
    Liebe Grüsse
    http://www.swisstwins.ch/

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