Inselhopping Kykladen Part III: Santorini

Wie heißt es so schön? Das Beste kommt zum Schluss und deswegen nehme ich euch im dritten und letzten Teil meines Inselhopping-Diaries mit auf Santorini. Die Insel gilt als eine der schönsten der Kykladen-Gruppe und beeindruckt durch atemberaubende Natur und einen zauberhaften Flair. Schwarzer Vulkanstein, schneeweiße Häuschen und leuchtend blaue Kirchenkuppeln dominieren einen Großteil der Landschaft. Ein gewaltiger Vulkanausbruch vor etwa 4000 Jahren veränderte die Form der Insel radikal. Die Naturkatastrophe spielt für den heutigen Tourismus eine enorm wichtige Rolle. Direkt am Kraterrand reihen sich die beliebtesten und exklusivsten Orte der Insel mit Cafés, Restaurants und Bars aneinander und bieten den Besuchern eine einmalige Aussicht auf die berühmte Caldera. Ich erzähle euch, warum Santorini mich in seinen Bann gezogen hat und ich mein Herz an diese Insel verloren habe.

Santorini verfügt über ein sehr gut ausgebautes öffentliches Straßen- und Verkehrsnetz, das es einem ermöglicht die komplette Insel selbstständig zu erkunden. Insbesondere die öffentlichen Busse fahren regelmäßig zu den Hotspots der Insel. Nach unserer Ankunft mit der Fähre geht es mit dem öffentlichen Bus eine steile Serpentinenstraße hoch nach Firá, dem Hauptort von Santorini. Von dort aus geht es weiter nach Kamári, einem beliebten Badeort in der Inselmitte, wo wir uns ein kleines Hotel gesucht haben. Kamári ist nicht nur deutlich günstiger im Vergleich zu den malerischen Orten im Norden, sondern aufgrund der zentralen Lage auch guter Ausgangspunkt die Insel zu entdecken. Hier findet man zahlreiche Hotels, kilometerlange Strände aus schwarzem grobkörnigem Vulkansand und eine Uferpromenade mit Shops, Bars und Restaurants.

Uns haben besonders der Norden und Süden von Santorini begeistert. Da die Insel nicht allzu groß ist, können alle Regionen innerhalb eines Tages besucht werden. Wir haben uns, wie auch schon auf Mykonos, ein Quad gemietet, um auch die etwas abseits gelegenen Punkte problemlos erreichen zu können. Der Süden Santorins fasziniert vor allem mit idyllischen Badebuchten und der weltberühmten Ausgrabungsstätte Akrotíri. Reizvolle Strände säumen die Südküste der Insel. Der Red Beach ist eine berühmte Bucht, die von einer beeindruckenden roten Lavawand eingerahmt wird. Leider ist die Bucht aufgrund ihrer Popularität gut besucht und daher nur bedingt idyllisch. Ein absoluter Geheimtipp ist dagegen der Strandabschnitt Eros Beach, der gerade bei den Einheimischen sehr beliebt ist und nicht in den Reiseführern steht. Hier dominieren helle Felswände und kristallklares Wasser die Landschaft. Ich fand es besonders schön von Bucht zu Bucht zu fahren und unseren ganz persönlichen Lieblingsstrand auserkoren zu können.

Die Ausgrabungsstätte Akrotíri und der gleichnamige Ort gelten als das kulturelle Highlight. Selbst wenn Archäologie nicht zu den persönlichen Leidenschaften zählt, ist die Ausgrabungsstätte in Akrotíri ein absolutes Muss und einen Besuch wert. Die unter Bimsstein und Asche versunkenen Stadt ist eine Art Zeitzeugnis (ca. 1625 v. Chr.) aus einer Epoche weit vor der Antike. Immer wieder entdeckt man kaum beschädigte Gegenstände aus dem alltäglichen Leben, die Aufschluss über diese Zeit liefern.

Im Norden der Insel trifft man auf die bekannten und teilweise sehr exklusiven Touristenorte. Unumstrittenes und quirliges Zentrum ist der Hauptort Firá mit dem einmaligen Kraterrand und seinen verwinkelten Gassen. Es kam mir so vor als stünde ich inmitten eines Gesamtkunstwerks, bestehend aus einem bunten Häusermeer. Die typische weiße Kykladenarchitektur trifft auf orientalische Einflüsse und sanfte Pastellfarben. Kleine Treppen und Wege fügen sich harmonisch in das Ensemble ein. Boutiquen, Restaurants und Cafés laden zum Shopping mit anschließender Verschnaufpause ein. Wer den alten Hafen von Firá besuchen möchte, kann entweder mit der Seilbahn den eindrucksvollen Blick genießen oder man reitet auf einen der Esel die steile Serpentinenstraße nach oben. Allerdings freuen sich die süßen Esel bestimmt mehr darüber, wenn man die Seilbahn in Anspruch nimmt! In Firá herrscht den ganzen Tag lebhaftes Treiben und doch versprüht dieser Ort einen einzigartigen Charme, dem man sich nicht entziehen kann!

Direkt an Firá angrenzend befindet sich der malerische Ort Imerovígli. Der Ort ist etwas kleiner und weniger touristisch als Firá und daher absolut empfehlenswert für alle, die es ein bisschen ruhiger mögen! Hier reiht sich ein Luxushotel ans nächste und ab und zu hat man das Glück ein Blick in die exklusiven Hotelanlagen zu erhaschen.

Oía liegt an der äußeren Nordostküste von Santorin und ist das Schmuckstück der Insel. Hier gibt es keine bestimmte Sehenswürdigkeit, sondern der Ort an sich verzaubert seine Besucher mit Charme, Ursprünglichkeit und Bilderbuchmotiven. In den Abendstunden drängt der Großteil der Besucher zur äußersten Nordspitze, um den legendären Sonnenuntergang zu bestaunen. Die Hauptgasse verläuft durch den gesamten Ort, aber steigt man eine der vielen Treppen hinab, findet man viele wunderschöne Fleckchen!

Abschließend habe ich noch einen kleinen Geheimtipp für euch: bei unserem Besuch in Oía haben wir uns spontan dazu entschieden, die bekannte Wanderung nach Fíra direkt am Kraterrand zu wagen. Trotz Mittagshitze und gr0ßer Anstrengung, möchte ich dieses Erlebnis nicht missen! Der wundervolle Ausblick, die einsame Idylle und die atemberaubende Landschaft entschädigen für die schweißtreibende Tour, die circa drei Stunden dauert.

Jede der Insel hat ihren ganz eigenen Reiz und ich bin glücklich über jeden Eindruck und jedes Erlebnis, das ich machen durfte. Ich hoffe euch haben die Eindrücke unserer Inselhopping-Tour gefallen und ich würde mich riesig über euer Feedback freuen!

 

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2 Comments

  • Bernd says:

    Puhhh…weiß gar nicht was ich noch sagen soll…ich bin total beeindruckt von euren Bildern und finde es wirklich toll wie ihr euer Erlebnis mit den Posts nochmal aufleben lasst!
    Freue mich schon auf eure zukünftigen Reiseposts!

    Liebe Grüße aus Trier
    Bernd – http://www.STYLEandFITNESS.de

    • Monaco Matz Monaco Matz says:

      Das ist wirklich schön, dass dir die Travel-Posts so gut gefallen lieber Bernd! Wir hoffen, dass wir dich weiterhin auf unsere Reisen mitnehmen können! 🙂 Liebe Grüße zurück!

      Bussi, Bussi! Monaco Matz

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